Ein Klopfen an der Tür

Lesedauer: 6 Minuten

Es ist 0:10 und es klopft an der Tür meines Hotelzimmers.

Ich hatte ein recht aufregendes Wochenende und bin vor ein paar Stunden am letzten Ziel meiner Reise angekommen. Die Möglichkeit mir ein recht gutes Stück im Theater anzuschauen hatte ich nicht wahrgenommen, da mich die vorangegangen Ereignisse ziemlich platt gemacht hat. Ich bin zu Besuch in der Stadt, die noch fremd für mich ist. Allerdings kenne ich auch hier einen Mann, der sich auf ein Wiedersehen mit mir sehr freut. Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass er mich wiedersehen mag. Wir hatten uns bei meinem letzten Besuch in dieser Stadt gedated.; da ich auf der Suche nach einer Konzertbegleitung war. Das Konzert-Date war sehr schön. Da uns aber 800 km trennen, hatte ich nicht erwartet, ihn wieder zu sehen. Auch ohne eine große Distanz kommt es vor, dass es trotz eines schönen ersten Dates kein weiteres Treffen mehr gibt. Man verliert sich aus den Augen, setzt Prioritäten anders oder es war eben nur einseitig schön.

Ein paar Wochen nach unserem Date hatte er sich bei mir gemeldet:
fragt wie es mir geht, sagt er könne sich nicht gegen den Gedanken an mich wehren, sie bevölkern ihn regelrecht. Er hatte stressige Tage, jetzt sei es wieder ruhiger und er wolle sich einfach nur gemeldet haben.
Ich antwortete nicht, mir ging es nicht gut, der Winterblues hatte mich eingeholt, dann kam der ganze Vorweihnachtsstress und Weihnachten in Spanien. Ein paar Tage nach Weihnachten meldete er sich wieder.
Ob es etwas bedeute, dass ich mich nicht melde, fragt er. Schließlich wolle er mich doch wieder sehen.
Ich breche das Schweigen. Er brauche sich keine Sorgen machen, ich habe mir einfach nur noch keine Gedanken gemacht, wann ich wieder in seine Stadt komme und ein weiteres Treffen sei noch nicht in Aussicht.

Genau da fällt mir ein, dass ich in zwei Wochen Freunde besuche und ich dann nur noch knapp 1,5 Stunden von ihm entfernt bin. Nach ein paar Tagen habe ich den Entschluss gefasst. Ich werde meine Reisepläne anpassen und, bevor es wieder in den Süden geht, in seine Stadt fahren. Er hat Zeit, allerdings erst nach der Arbeit, die ginge bis Mitternacht. Er kann mir aber nichts versprechen, da er nicht weiß, wie platt er danach ist. Außerdem muss er über Nacht heim und seinen Sohn in die Schule bringen. Morgens zum Frühstück könnten wir uns wiedersehen.
Ich organisiere noch schnell ein Meeting in dieser Stadt, damit es sich hier nicht um reines Vergnügen geht, dafür habe ich ein begrenztes Budget.
Nach dem Einchecken schicke ich ihm meine Zimmernummer.

Für einen kurzen Spaziergang im Sonnenuntergang und ein schnelles Abendessen verlasse ich mein Zimmer. Zurück im Hotel lege ich mich ins Bett und schaue noch fern. Habe nur meine Hose ausgezogen, Höschen, BH und Top habe ich angelassen. Mein Handy liegt neben mir, seine Nachricht, ob er nun noch vorbei kommt, oder nicht, würde mich wecken und ich könnte mich nochmal etwas frisch machen kann. Kurz vor dem Einschlafen überlege ich noch, ihm zumindest für die Nacht abzusagen, schlafe dann aber doch noch ein, bevor ich mich entschieden habe.
Es ist 0:11 als ich auf mein Handy schaue: keine Nachricht. Habe ich tatsächlich ein Klopfen gehört, oder war das nur im Traum. Ich überlege kurz weiter zu schlafen; bin wohl noch nicht ganz Herr meiner Sinne. Schließlich wartet ER da draußen auf mich, da kann ich nicht einfach weiterschlafen. Ich gehe zur Tür, es hört sich so an, als wäre da niemand.
Mache sie auf und da steht er. Mit einem verschmitzten Lächeln schaut er mich an.
Ich lächle etwas verschlafen zurück und bitte ihn mit einer Geste herein. Drinnen angekommen umarmen wir uns innig. Minutenlang. Ich inhaliere seinen Duft; er riecht gut. Genieße die Kälte die er mitgebracht hat. Ich drücke ihn an die Wand, arbeite mich mit den Händen an seinem Oberkörper nach oben, erreiche seinen Hals, schaue ihn an. Wir küssen uns. Auch seine Küsse sind angenehm kühl und wecken meinen schläfrigen Körper.

Wir gehen miteinander um als würden wir uns nicht erst zum zweiten Mal treffen. Oder fühlt es sich genau deswegen so magisch an?
“Hast du schon geschlafen?” fragt er. Ich nicke. Und küsse ihn wieder.
Wir bewegen uns Richtung Bett. Ich ziehe ihm den Mantel aus. Wir schmeißen uns ins Bett. Ich erzähle ihm von meinem Wochenende und dass mich die vergangenen Tage doch etwas müde gemacht haben, aber alles in allem auch sehr schön waren. Währenddessen liege ich auf seiner Brust, streichle seinen Oberkörper, schiebe meine Hand unter sein Shirt, spüre diesen makellosen Körper, der nun nach und nach die Kälte verdrängt hat. Ich stütze mich auf meinen Armen ab, und küsse ihn. Schaue ihn an, leicht schüchtern, küsse ihn wieder. Er streicht mir über meinen Rücken, geht mit der Hand unter mein Top und streichelt meine Brüste durch den Spitzen-BH. Ich streife ihm sein Shirt und die Sweat-Jacke ab. Er zieht mir mein Top aus und löst meinen BH. Seiner Hose und Socken entledigt er sich selbst während ich mein Höschen ausziehe. Ich liege nun auf dem Rücken, er neben mir. Ich drehe mich etwas auf ihn. Wir genießen das Gefühl von nackter Haut auf nackter Haut. Die Kälte ist nun gänzlich verschwunden. Er schiebt seine Hand in meinen Schritt und streichelt meine Schamlippen. Er spürt meine Erregung. Wir stöhnen beide. Ich zergehe vor Lust bei seinen Berührungen. Er ist genauso erregt wie ich. Er arbeitet sich tiefer in meine Scham hinein. Ich spüre wie feucht ich werde. Nun streichelt er mir die inneren Schamlippen und erreicht meinen Kitzler. Reibt ihn, streicht sanft drüber, spielt mit meiner Lust. Ich schluchze, schaue ihm tief in die Augen. Er schiebt mir einen Finger in die Ritze, dann zwei. Vor, zurück, vor, er wird schneller und geht tiefer. Er beugt sich über mich, fährt mit seiner Zunge über meinen Venushügel, weiter zu den Schamlippen und zu meinem Kitzler. Auch hier ist er sehr zielsicher und wechselt sein Spiel ab. Mit seinen Fingern in meiner Spalte und seiner Zunge an meiner Klitoris bringt er mich schnell zu einem Orgasmus. Er kommt wieder hoch. Legt sich wieder neben mich, ich küsse ihn, schmecke mich. Meine Hand sucht sich den Weg zu seinem erregten Schwanz. Ein schöner breiter Ständer empfängt meine Hand. Gekräuselte Haare an Schaft und Hoden. Ich liebe dieses Prachtstück, vor allem wegen der Haare. Ich beuge mich über seinen Schwanz. Ich verharre kurz als mein Mund sein Gemächt erreicht hat. Lecke über die Eichel und fahre mit der Zunge runter Richtung Becken und wieder rauf. Nun öffne ich meine Lippen und nehme seine Eichel in den Mund, arbeite mich langsam vor und nehme ihn tiefer und tiefer auf. Sauge, spiele mit meiner Zunge an seiner Eichel, seiner Vorhaut und seinem Schaft. Er dreht uns zur Seite, so hat er mehr Kontrolle, und schiebt mir seinen Schwanz tief in den Rachen. Ich wehre mich nicht dagegen. Ein Blowjob ist für mich äußerste Hingabe. Ein Geschenk, das nicht alle bekommen. Zu dieser Hingabe gehört auch die Übergabe der Kontrolle; allerdings ist es nur der Schein der Macht, da ich jederzeit meinen Kopf etwas drehen kann, oder im schlimmsten Fall zubeißen könnte. Er stößt ihn immer wieder in meinen Mund, hält dann aber inne. Greift zum Kondom. Streift es sich über. Er packt mich an den Knien, dreht mich wieder auf den Rücken und dringt in mich ein. Beugt sich über mich, küsst mich wild. Greift meine Oberschenkel um mich an sich heran zu ziehen. Rhythmisch stößt er sein Becken gegen meines. Ich spüre ihn ganz tief. Seine Stöße werden kräftiger, tiefer und schneller. Er ist kurz vor dem Höhepunkt. Sein Stöhnen wird lauter, ich mache mir leicht Sorgen um den Schlaf unserer Zimmernachbarn und hoffe, dass wir keine unmittelbaren Nachbarn haben, die unser Stöhnen die letzte Stunde gehört haben könnten. Mit einem letzten Stoß kommt er intensiv. Er legt sich auf meine Brust, sein schlaff werdendes Glied rutscht samt Kondom aus mir raus. Ich streife es ab, verknote es und schmeiße es neben das Bett. Anschließend lege ich mich auf seine Brust. Wir bedauern beide, dass er schon wieder gehen muss.
Zurückgelassen im zerwühlten Bett falle ich schnell in einen tiefen Schlaf. Ein Orgasmus ist die beste Einschlafhilfe, vor allem wenn man ihn sich nicht selbst beschafft hat.
Am nächsten Morgen wache ich früh auf und frage mich kurz, ob das alles ein Traum war, wenn dann ein ganz schöner. Ich drehe mich zur Seite und schlafe wieder ein.