First Date Junkie

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Meine Kollegin meinte Mal, ich wäre ein First-Date-Junkie. Sie muss das ja wissen, wir Teilen uns schließlich ein Büro und reden recht viel miteinander. Wir beide stillen in unseren Gesprächen unsere Neugierde. Sie ist in einer langjährigen monogamen Beziehung ich bin polyamor und hatte zu diesem Zeitpunkt keinen festen Partner, hier und da ein erstes Date oder etwas casual Sex. Zwei Haltungen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Beide behandeln wir uns mit Respekt und schätzen uns sehr.

Sie ist also der Meinung, dass ich den Reiz eines ersten Dates hin und wieder brauche. Es gibt an einem ersten Date so einiges das einen süchtig machen kann. Die Vorfreude, da der Erste Kontakt vielversprechend war. Der Kitzel auf wen man trifft, ob das Bild/die Stimme zum Menschen passt den man da online getroffen hat. Die Ungewissheit, ob das Date in letzter Minute abgesagt wird und manchmal spiele auch ich mit dem Gedanken zu canceln da ein Aufgeben leichter erscheint als mit Ablehnung umzugehen. Das zeremonielle Aufbrezeln für die Verabredung womit ich mich gleichzeitig in Stimmung bringe. Hierbei folge ich einer recht gut eingeübten Routine und habe je nach Jahreszeit immer das gleiche Kleid. Der Ablauf der Begrüßung bei welcher ich immer versuche den Geruch des anderen zu erhaschen. Die Frage wie man sich versteht, und wer die Gesprächsführung übernimmt, ich kann durchaus eine Unterhaltung am Leben erhalten, gebe aber auch gerne mal das imaginäre Mikrofon ab. Die Nervosität während des Dates zu beobachten, die eigene und die des anderen. Herausforderndes anschauen oder verstohlene Blicke. Die enttäuschende Erkenntnis, dass es eben doch nicht passt. Die Begeisterung, dass alles passt, hoffentlich für beide. Je nach Verlauf des Treffens nimmt der Rausch andere gestalten an und kann sich über Tage erstrecken.

All das ist tatsächlich etwas das ich hin und wieder brauche. Es gibt mir Zerstreuung und auch Energie für den manchmal schwierigen Büroalltag. Ja ich bin ein Junkie.

Ich hatte allerdings schon ein paar Wochen kein erstes Date, da sich aus meinem letzten ersten Date gerade etwas entwickelt und ich relativ zeitgleich offline jemanden kennengelernt habe mit dem ich etwas aufbaue.

Nichts desto trotz sehnt es mir nach einem ersten Date. Wer weiß was sich ergibt.

Valentinstags-Date

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Ich sitze im Büro und sollte eigentlich arbeiten. Eigentlich. Stattdessen muss ich an letzte Nacht denken. Ich hatte ein Date der besonderen Art. Kennengelernt haben wir uns auf den Seiten von Eis.de. Er nannte sich Satisfyer Pro G-Spot Rabbit. Sofort wusste ich, dass dieses unschuldige weiße Teil der Richtige für mich ist. Ohne ein Widerwort ließ er sich in meinen Einkaufskorb legen. Ein paar Tage später hatten wir dann unser Date.

Während ich einen leckeren Salat aß hing er an der Steckdose und bereitete sich auf mich vor. In meinem Zimmer angekommen ließ ich mich in mein frisch bezogenes Bett fallen. Dort schaute ich ihn mir erstmal ausführlich an und testete wie ich ihn anmachen kann. Ein länglicher Phallus zum einführen, verbunden mit einer Vorrichtung mit der er meine Klitoris Liebkosen soll. Beides ließ sich unabhängig voneinander steuern. Kondome waren keine nötig, da ich wusste, ich bin seine Erste, das hatte mir das Frischesiegel an seiner Verpackung bestätigt.

Mit etwas Gleitgel führte ich ihn ohne umschweife ein. Startete zunächste die Vibration. Wie angepriesen war er superleise. Als nächstes schaltete ich die Druckwellenfunktion hinzu. Von dieser hatte ich schon so einiges gelesen und konnte mir nur in wilden Träumen vorstellen wie es sich anfühlt. Von da an war es um mich geschehen, und ich kam meinen klitoralen Orgasmus in großen Schritten näher. Ich wollte es aber noch ein bisschen hinauszögern und wählte eine niedrigere Stufe. Ich frage mich, wofür es 11 Intensitätsstufen gibt, wenn mir Stufe 4 schon ausreicht um sekundenschnell zu kommen. Weiterhin vibrierte der längliche Teil in mir und stimulierte meinen G-Spot. Auch hier probierte ich andere Programme aus und kam einem vaginalen Orgasmus nahe. Ich spielte wieder mit der Druckwellenstärke und wollte jetzt kommen. Durch die Anspannung meines Beckenboden kam der Aufsatz noch enger an meine Klit. Und da kam es mir. Wild zuckend kam ich ekstatisch. Dieser Sex war so intensiv wie schon lange nicht mehr. Ich freue mich auf weitere gemeinsame Stunden. In ihm habe ich einen Begleiter für einsame Zeiten und einen Wiedergutmacher für schlechte Dates gefunden.